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Fotolexikon S

In diesem Fotolexikon werden Fachbegriffe rund um die Fotografie erklärt.

Schärfeebene

Schärfeebene

Die Ebene, auf dem jeder Punkt exakt als Punkt abgebildet wird und somit scharf dargestellt wird. Alles davor und danach ist mehr oder weniger unscharf.

Schärfentiefe

Schärfentiefe

Schlitzverschluss (engl. focal-plane shutter)

Schlitzverschluss

Der Schlitzverschluss dient für die Regelung der Belichtungszeit. Dieser ist vor dem Sensor eingebaut und funktioniert über 2 Vorhänge. Der erste fährt auf und gibt den Sensor frei für die Belichtung und nach der festgelegten Belichtungszeit fährt der zweite Verschlußvorhang wieder zu um die Belichtung zu beenden.

Verkürzt sich die Belichtungszeit (meistens kürzer als 1/200 Sekunde) schließt der 2. Verschlußvorhang schon obwohl der 1. Verschlußvorhang noch gar nicht ganz geöffnet hat. So kommt es zu der Bezeichnung „Schlitzverschluß“.

Ein anderes Konstruktionsprinzip ist der Zentralverschluss

SD-Karte (SD Memory Card)

SD-Karte (SD Memory Card)

Die SD-Karte (engl. „Secure Digital Memory Card“ = sichere digitale Speicherkarte) dient zum Speichern von Daten und zeichnet sich durch die kleinen Maße ab. Für Fotografen ist die Schreibgeschwindigkeit der Karte von großer Bedeutung, damit ein Shooting mit vielen schnell aufeinander folgenden Fotos nicht ausgebremst wird.

Sofortbild

Sofortbild

Siehe Polaroid

Spiegelreflexkameras

Spiegelreflexkameras

Bei Spiegelreflexkameras steht der Spiegel und das Wegklappen (daher „reflex“) im Vordergrund. Der Spiegel dient für eine direkte optische Kontrolle des gewählten Bildausschnitts. Um den Bildsensor frei zu geben um ein Foto zu machen, muss der Spiegel weggeklappt werden. Danach gibt der Verschlussvorhang, der sich zusätzlich vor dem Bildsensor befindet, in der vorgegebenen Belichtungszeit den Sensor frei.

Der Spiegelschlag löst eine kleine Erschütterung aus, was in bestimmten Situationen zu Problemen führen kann. Daher gibt es die Möglichkeit, eine Spiegelvorauslösung einzustellen.

Der Spiegel ist ein mechanisches Teil, was wiederum bedeutet, dass dieser mit der Zeit verschleißt. Je nach Bauart der Kamera kann der Spiegel 100.000 bis 500.000 Kameraauslösungen durchhalten. Es gibt verschiedene Tools, um die Anzahl der Auslösungen zu ermitteln.

Spiegelvorauslösung

Spiegelvorauslösung

Kameras mit Spiegel können durch den Spiegelschlag erschüttert werden. Dies kann bei kritischen Lichtsituationen zu verwackelten Fotos führen. Daher bieten die Kameras eine Spiegelvorauslösung an, damit der Spiegel sich in Ruhe befindet, wenn das eigentliche Foto gemacht wird.

Eine Spiegelvorauslösung gibt es nur bei Kameras mit Spiegel (irgendwie logisch).

Spotmessung/Spotbelichtungsmesser

Spotmessung/Spotbelichtungsmesser

Bei der Spotmessung wird aus dem Bild nur ein sehr begrenzter Teil (je nach Kamera 1° bis hin zu 5° - siehe Anleitung der eigenen Kamera) für die Belichtungsmessung herangezogen. Für die Spotmessung sollte ein Bereich mit einem mittleren Grau (18 Prozent) angemessen werden. Die Handinnenfläche ist rund eine Blendenstufe heller als die Graukarte und kann mit Belichtungskorrektur um diese eine Blendenstufe als Referenz herhalten (wenn sonst nichts verfügbar ist).

Streulichtblende

Streulichtblende

Die Streulichtblende soll das Objektiv vor seitlich einfallendem Licht schützen, um kontrastarme Fotos zu vermeiden. Die Streulichtblende wird jeweils für das Objektiv verwendet und kann nicht einfach auf anderen Objektiven verwendet werden.

Streulichtblende: Schutz vor seitlich einfallendem Licht
Streulichtblende: Schutz vor seitlich einfallendem Licht

Allerdings kann bei Zoomobjektiven kein absolut wirkungsvoller Schutz durch die Streulichtblende erfolgen, da bei weitwinkligen Aufnahmen ansonsten die Streulichtblende selber auf dem Bild wäre bzw. diese sichtbar abschattet. Hier haben Festbrennweiten einen Vorteil, da auch die Streulichtblende exakt auf die Brennweite berechnet und produziert wird.

Zum Transport kann die Streulichtblende andersherum auf das Objektiv aufgesetzt werden.

Stürzende Linien

Stürzende Linien

Besonders bei der Architekturfotografie fallen stürzende Linien einen ins Auge. Diese entstehen durch das Kippen der Kamera nach oben, wenn man deutlich größere Gebäude fotografiert und nach oben schauen muss. Weit entfernte Linien rücken zusammen und das gerade Gebäude erscheint schräg.

Abhilfe schafft, wenn man mehr Abstand zum Gebäude einnimmt (falls man das überhaupt kann). Oder man setzt ein Tilt-und-Shift-Objektiv (TS-Objektiv), dass durch das Verscheiben (engl. Shift) und Verschwenken (engl. Tilt) ein begradigen der stürzenden Linien ermöglicht.

Sucher (Suchermonitor)

Sucher (Suchermonitor)

Durch den Suchermonitor einer Kamera kann man das Motiv ansehen und entsprechend den Ausschnitt durch das Objektiv festlegen. Dabei ist der Sucher geschützt vor Umgebungslicht (was von einem kleinen angebrachten Monitor man nicht sagen kann).