Tierfotografie

Bei Tierfotografie werden bevorzugt lebende Tiere in ihrer natürlichen Umgebung fotografiert. Teleobjektive sind wegen der Scheue der Tiere oft notwendig. Oder wegen ihrer Gefährlichkeit - man möchte als Fotograf nicht als Tierfutter enden.

Fotos von Tieren bieten oft überraschenden Einblicke.

Eichhörnchen (Sciurus vulgaris)

Weibliches Eichhörnchen mit Sommerfell ohne Ohrpinseln (die kommmen erst zur kalten Jahreszeit wieder). Das Eichhörnchen wird regional auch Eichkätzchen und Eichkater genannt.

Eichhörnchen

Weibliches Eichhörnchen (Foto: A. Pratzner)

Kamera:
Canon EOS 50D
Blende:
f/6.3
Belichtung:
1/250 Sek.
Brennweite:
178 mm
ISO:
500

Bei Fotos von Eichhörnchen sollte man lieber öfter auf den Auslöser drücken, da diese Tiere sehr schnell sind und i.d.R. nicht zahm!

Siebenschläfer (Glis glis)

Siebenschläfer

Neugieriger Siebenschläfer (Foto: A. Pratzner)

Kamera:
Canon EOS 50D
Blende:
f/5.3
Belichtung:
1/60 Sek.
Brennweite:
250 mm
ISO:
400

Der Name des Siebenschläfer kommt von seinem sieben Monate dauernden Winterschlaf. Er ist ein nachtaktives Tier, daher muss man Glück haben, den Siebenschläfer tagsüber fotografieren zu können. Nachts ist er ein sehr lautes Tier, das teilweise mit Einbrechern verwechselt wird - erstaunlicherweise, da er sehr klein und leicht ist.

Katze (Felidae)

Katze in der Minze

Katze in der Minze (Foto: A. Pratzner)

Kamera:
Canon EOS 50D
Blende:
f/7.1
Belichtung:
1/250 Sek.
Brennweite:
80 mm
ISO:
100

Nachbars Katzen können sehr zutraulich sein. Die hier ist es definitiv nicht und nur die Maus in der Minze hat die Katze in der Minze gehalten. Besonders interessant ist natürlich bei Tierfotos ein direkter Blickkontakt.

Lichtreflexe im Auge – sehr wichtig bei Tierfotografie

Lichtreflexe im Auge sehr wichtig

Lichtreflexe im Auge sehr wichtig (Foto: A. Pratzner)

Kamera:
Canon EOS 50D
Blende:
f/6.3
Belichtung:
1/250 Sek.
Brennweite:
200 mm
ISO:
400

Besonders sollten wir auf Lichtreflexe im Auge bei den Tieren achten. Sind auf dem Foto keine Lichtreflexe im Auge zu sehen, wirkt das Foto (und das Tier) sehr schnell leblos. Daher unbedingt achten, dass ein Lichtreflex im Auge sichtbar wird.

Dazu reicht manchmal eine leichte Kopfdrehung des Tiers (was dieses i.d.R. nicht auf Zuruf macht). Manche Tiere folgen mit den Augen einer langsamen Handbewegung – was natürlich nicht so einfach ist, wenn man in der einen Hand die Kamera ruhig halten soll und mit der anderen Hand eine Bewegung macht. Aber Übung macht den Meister. Das klappt Anfangs gut, bis das Tier realisiert, dass von der Bewegung weder Gefahr ausgeht noch Futter zu erwarten ist. Einfach einmal probieren.

Tipp dazu: Viele Fotos machen – auch hier hilft es, wenn man die Kamera entsprechend einstellt, dass diese mehrere Fotos beim Auslösen nacheinander macht. Dann kann man später das optimale Foto auswählen.

ungewöhnliche Aufnahmen - was früher normal und heute selten ist

Henne beschützt ihr Küken

Henne beschützt ihr Küken(Foto: A. Pratzner)

Kamera:
Canon EOS 50D
Blende:
f/10
Belichtung:
1/200 Sek.
Brennweite:
140 mm
ISO:
1000

Spannend sind immer ungewöhnliche Aufnahmen. Dabei muss es nicht einmal exotisch sein! Sie brauchen nicht unbedingt den auf dem Baum schlafenden Löwen. Wenn wir das Glück haben, Tiere als Foto „einzufangen“, die unserer Erinnerung (und wenn diese auch nur aus Büchern besteht) entsprechen, dann haben wir das ungewöhnliche Gewöhnliche, dass einen zweiten Blick wert ist. Jeder kennt die Henne, die schützend Ihre Küken unter Ihrem Federkleid hat. Aber wer diesen Anblick schon in Realität gesehen? Hier können wir Fotos machen, die man zweimal ansieht. Zusätzlich wird durch Tierkinder die Attraktivität des Fotos weiter gesteigert. Und bei der Henne auf dem obigen Foto hatte ich zusätzlich das Glück, dass diese Argwöhnisch in die Kamera schaut. In diesen Momenten heißt es einfach, Kamera hochziehen und abdrücken!

Autor: Axel Pratzner