Fotografieren lernen für Anfänger

Wie lernt man am besten Fotografieren?

Wenn Sie die Fotografie erlernen möchten, sollten Sie einige Dinge beachten.

  1. Nehmen Sie sich Zeit und versuchen Sie nicht, alles auf einmal zu lernen. Die Fotografie ist ein komplexes Thema, und es benötigt Zeit, um wirklich alles zu verstehen.
  2. Sie sollten so viel wie möglich mit Ihrer Kamera üben. Je mehr Sie die Kamera und ihr Equipment benutzen, desto besser werden Sie die verschiedenen Funktionen und die Bedienung beherrschen. Besonders bei einer neuen Kamera ist üben angesagt, um alle wichtigen Elemente fast blind zu finden. Die Technik darf später nicht dem kreativen Fotografieren im Weg stehen.
  3. Achten Sie beim Fotografieren auf die Bildkomposition. Dies ist ein wichtiger Aspekt der Fotografie, der einen großen Unterschied in der Qualität Ihrer Fotos ausmachen kann.
  4. Wenn Sie Anfänger sind, sollten Sie sich die für Sie passende Kamera zulegen. Kompaktkameras sind kleiner und leichter als eine DSLR und in der Regel auch preiswerter. Bei einer DSLR-Kamera haben Sie mehr Möglichkeiten. Für die Wahl der Kamera gibt es ein eigenständiges Kapitel.
  5. Und schließlich sollten Sie sich einen Fotografen oder Fotografin suchen, dessen Arbeit und Fotos Sie bewundern. Von jemandem zu lernen, der bereits erfolgreich ist, kann unglaublich hilfreich sein.
  6. Legen Sie für sich den gewünschten Bereich der Fotografie fest. Ist ihr Steckenpferd die Porträtfotografie oder Landschaftsaufnahmen? Bevorzugen Sie als Fotos eher aktionsgeladene Aufnahmen oder ruhige. Machen Sie sich gezielt bewusst, mit welchem Bereich der Fotografie die Reise startet.

Das sind die ersten Schritte in die Fotografie.

Was benötigt man als Anfänger um fotografieren zu lernen?

Die Kamera

Eine Kamera ist dafür sinnvoll. Dabei kann es sich um eine einfache Kompaktkamera handeln als auch eine Spiegelreflexkamera. Hier ist wichtig, dass die Kamera über einen manuellen Modus verfügt und wir nicht auf einen Automatikmodus angewiesen sind. Nur über den manuellen Modus ist wirkliches Lernen und Verstehen der Fotografie möglich!

Ein Blitz

Je nach Bereich der Fotografie ist es ein Kann und kein Muss. Hier gilt auch die Devise, Schritt für Schritt beim Lernen vorzugehen und sich nicht am Anfang mit technischem Equipment zu überhäufen und dann vor lauter Technik nicht zum wesentlichen beim Fotografieren zu kommen. Dem Verständnis der Kamera im allgemeinen, der Grundlagen wie ISO, Belichtungszeit und Blende und der Bildgestaltung.

Je nach Bereich der Fotografie kann ein Blitz hilfreich sein, kann aber auch nach dem erfolgreichen Start in die Fotografie später genutzt werden.

Ein Stativ

Ein Stativ ist zum Lernen beim Fotografieren interessant, da man dadurch den gleichen Bildausschnitt bei zeitlich versetzten Fotos machen kann. Dadurch können gezielt veränderte Werte und deren Auswirkung verglichen werden und die Bildwirkung sichtbar wird. Daher ist ein Stativ sinnvoll. Hierbei kann man sich überlegen, wie viel Geld man ausgibt – für eine Übersicht über Fotostative bitte im entsprechenden Kapitel lesen.

Zeit

Auch wenn Fotos knipsen sehr schnell geht, eine wirkliche Verbesserung benötigt Zeit und gute Fotos entstehen manchmal durch Zufall. Ziel ist aber nicht der Zufall, sondern man möchte alle Möglichkeiten der Fotografie gezielt für ein gutes Foto einsetzen und dieses dann auch erhalten.

Ausdauer!

Neben der Zeit ist die Ausdauer extrem wichtig! Nach einer gewissen Zeit kann sich das Gefühlt einstellen, dass alle anderen bessere Fotos machen als man selbst, obwohl sie keine Ahnung zu haben scheinen. Dieses Tal der Tränen muss man erhobenen Hauptes durchschreiten, um auf den nächsten Level der Fotografie zu kommen. Daher ist Ausdauer essenziell. Ein Fotograf sagte einmal so schön „die erste Million Fotos sind die schlechtesten“. Also schnell diese erste Million Fotos hinter sich bringen und hinter sich lassen.

Software

Und ja, Fotografieren besteht auch aus Bildbearbeitung, um das Maximum aus einem Foto herauszukitzeln und Fotos den letzten Schliff zu geben. Um aus einem schon guten Foto ein hervorragendes Foto zu machen, ist eine Bildbearbeitungssoftware notwendig. Hierbei kann man auf bekannte Softwarelösungen wie Adobe Lightroom oder auch Photoshop zurückgreifen oder auf günstigere aber auch leistungsfähige wie Affinity Photo. Im Kurs wird im Kapitel Bildbearbeitung darauf eingegangen.

Welche Kamera oder Objektiv nehme ich?

Die Kamera sollte zu einem passen. Hier spielt die Größe und das Gewichtig eine Rolle. Man möchte ja die Kamera gut in der Hand halten und alle wichtigen Bedienungselemente souverän greifen können. Dabei spielt die Marke der Kamera keine Rolle. Es ist egal, ob es die Marke Canon, Nikon, Fuji, Sony, Olympus oder was auch immer ist. Die Hauptsache ist, dass die Bedienung und das Handling passt.

Bei den Objektiven kann je nach Kamera von einem fest verbauten Objektiv (keine Möglichkeiten, ein anderes zu nutzen) zu Wechselobjektiven die Auswahl dann groß werden. Bei Wechselobjektiven gibt es die Unterscheidung zwischen einer Festbrennweite und Zoomobjektiven.

Zusätzlich gibt es neben der Brennweite auch noch die Lichtstärke der Objektive. Hier ist klasse, wenn man lichtstarke Objektive hat, damit man bei Situationen mit wenig Licht gut fotografieren kann. Lichtstarke Objektive kosten aber meistens mehr Geld. Die Lichtstärke hat auch eine direkte Auswirkung auf die Belichtungszeiten. Eine Einführung gibt es im Kursteil zu den Objektiven.

Grundlagen der Fotografie

Die Grundlagen der Fotografie bestehen aus 2 Teilen:

Der technische Bereich der Fotografie mit den 4 Hauptwerten:

Der kreative Bereich der Fotografie:

Welches Motiv möchtest du überhaupt fotografieren und warum?

Was beschäftigt dich in deiner Fotografie

Mach die klar, was du überhaupt fotografieren möchtest und stell dir auch klar die Frage, warum gerade diese Fotomotive für dich interessant sind. Je klarer deine Antwort für dich ausfällt, desto klarer hast du dein Ziel vor Augen und kommst auf dem Weg schneller voran.

Dabei musst du nicht in allen Ewigkeiten bei diesen Motiven bleiben. Du kannst verschiedene fotografischen Richtungen für dich ausprobieren.

Verschiedene fotografische Richtungen und Bereiche ausprobieren

Durch das Ausprobieren von verschiedenen fotografischen Richtungen und Bereiche kannst du dich schnell in anderen fotografischen Bereichen weiterentwickeln. Du hast gerade keine Vorstellung, warum gute Bilder in einer fotografischen Richtung bei einer anderen helfen sollen? Ein Beispiel gefällt? Dein Steckenpferd ist die Porträtfotografie. Hier sind unscharfe Hintergründe ein schönes Element. Wenn du nun die Makrofotografie ausprobierst, wirst du rasch mit einer kleinen Schärfentiefe konfrontiert und musst diese beherrschen. Die Beherrschung der Schärfentiefe hier hilft dir wieder bei der Porträtfotografie.

Wichtig ist einzig dabei, dass du Spaß am Fotografieren hast!

Wege, um deine Fotografie zu verbessern

Fotografie und denke darüber nach! Nimm die Zeit! Lass ein Foto auf Papier entwickeln und schau es nicht nur auf dem Bildschirm an. Auch das Display der Kamera ist keine verlässliche Quelle. Der Vorteil von auf Papier entwickelten Fotos ist, dass man sich damit auch wunderbar mit anderen Menschen darüber austauschen kann.

Beim Nachdenken hilft also auch ein Freund oder Partner, zum Austausch über die Fotos. Hier geht es nicht um Schmeicheleien, sondern um die Möglichkeit der Weiterentwicklung der eigenen Fotografie. Klar kann es wehtun, wenn der Gegenüber nicht vollkommen vor Entzückung über ein Foto ausbricht. Daher immer vorab verständlich machen, dass man ehrliche Kritik möchte und am liebsten Tipps wie es besser sein könnte und klare Aussagen, was nicht gefällt.

Fotografieren lernen – Praktische Übungen in der Anwendung

Im Kurs sind immer wieder praktische Übungen in den verschiedenen Kapiteln sowohl zu den Grundlagen der Fotografie als auch bei den verschiedenen fotografischen Themen eingebaut. Diese kann man nachvollziehen und damit kreativ spielen und somit direkt beim Fotografieren lernen.

Kurse, Anleitungen und Tutorials

Der perfekte Einstieg in die Welt der Fotografie kann ein besuchter Fotokurs sein. Dabei bekommt man gewissermaßen eine Beschleunigung der ersten Phase beim Lernen und sieht, wo Schwerpunkte liegen und was ein normales Problem darstellt.

Es können auch Videokurse (YouTube etc.) sein, die einen weiterbringen. Besser ist natürlich immer ein Trainer, der einem an dem aktuellen Punkt abholen kann, an dem man steht und das wichtigste beim Fotografieren schnell zeigen kann und verständlich erklärt.

Fotografie lernen ist ein Prozess und das schöne ist, er wird nie ganz abgeschlossen sein. Wir lernen durch das Fotografieren auch das Sehen. Teilwesen wird man erleben, dass Schönheit einfach im Auge des Betrachters liegt und richtig fotografieren manchmal gar nicht so einfach definierbar ist. Manch unscharfes Bild hat mehr Strahlkraft als ein technisch perfektes.

Fotografieren lernen: Schärfe deinen Blick

Nur das, was man sieht, kann man auch fotografieren. Fotografieren ist Sehen lernen. Fotografieren lernen schult also den eigenen Blick (nicht nur durch die Kamera). Der Anfänger lernt auf dem Weg zum Fotograf das Sehen neben der Technik.

Und nun viel Spaß beim Eintauchen in die Welt der Fotografie.