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Fotolexikon H - das Nachschlagewerk zur Fotografie

In diesem Fotolexikon werden Fachbegriffe rund um die Fotografie erklärt und Fachwissen verschlagwortet und verknüpft. Sollten im Lexikon Begriffe fehlen, bitte mitteilen. Danke.

hartes Licht Hasselblad HDR – High Dynamic Range High-key-Fotografie Histogramm hot-pixel Hyperfokale Distanz

hartes Licht

Hartes Licht

Hartes Licht wird durch eine kleine Lichtquelle erzeugt. Wenn die Lichtformer dann entsprechend gerichtetes Licht über Waben und Reflektoren haben, erhalten wir hartes Licht. Dieses erzeugt starke bzw. deutliche Schatten und bietet dadurch viel Plastizität.

Vergleiche hierzu weiches Licht

Hasselblad

Hasselblad

Bei Hasselblad handelt sich um eine schwedische Herstellerfirma (seit 2017 in chinesischer Hand) mit einem exklusiven Ruf für Qualität und hochpreisige Kameras. Bei der ersten Mondmission wurden drei Kameras von Hasselblad mitgenommen, wobei der Astronaut Armstrong die silberne Hasselblad Data Camera (HDC) nutzte, um auf der Mondoberfläche zu fotografieren.

Der Mittelformat-Bereich wird von Hasselblad abgedeckt, was die hochpreisigen Kameras erklärt.

HDR – High Dynamic Range

HDR – High Dynamic Range

Die Abkürzung HDR steht für das englische „high dynamic range“, also „hoher Dynamikumfang“. Warum benötigen wir Fotos mit einem hohen Dynamikumfang? Dazu muss einem bewusst sein, dass der Bildsensor jeder Digitalkamera nicht den kompletten Dynamikumfang der Realität abbilden kann, wenn der Dynamikumfang groß ist. Fotografiert man beispielsweise an einem sonnigen Tag mittags um zwölf Uhr sonnenbeschienene und schattige Bereiche gleichzeitig, liegt ein extrem hoher Dynamikumfang zwischen dunkel und hell vor, der vom Kamerasensor nicht abgebildet werden kann. Und hier ist es egal, wie teuer die Kamera war. Hier liegt eine Grenze der Technik.

Natürlich versucht man diese Begrenzung der Technik durch Technik zu lösen und nimmt das gleiche Motiv (also am besten per Stativ) mit unterschiedlichen Belichtungsstufen auf. Somit hat man dann (wenn man alles richtig gemacht hat) ein Foto, das perfekt für die dunklen Bereiche belichtet ist (siehe Zeichnung im Bild) und ein weiteres für den mittleren Bereich und ein Foto, das für die hellen Bereiche perfekt belichtet ist. Diese Fotos (also vorzugsweise drei und mehr) werden digital verrechnet, sodass der Dynamikumfang alle Bereiche (Höhen, Tiefen und Lichter) zeigt.

Viele HDR-Aufnahmen wirken schnell unnatürlich.

Die Aufnahmefunktion für HDR wird von den meisten Kameras unterstützt. In den Einstellungen der Kamera gibt man die gewünschte Anzahl der Aufnahmen und die Abstände der Belichtungsstufen an. Teilweise bieten Kameras auch den nächsten Schritt, verrechnen die aufgenommenen Fotos und zeigen das HDR-Foto.

High-key-Fotografie

High-Key-Fotografie

Helle Farbtöne und eventuell große Bildbereiche in völligem Weiß herrschen auf einem Foto mit High-Key-Fotografie vor.

Schwerpunkt liegt auf:

  • helle Farbtöne
  • niedrige Kontraste
  • weiches Licht
  • gleichmäßige Ausleuchtung des Hintergrunds

Dies wird durch eine leichte Überbelichtung provoziert, wobei eine High-Key-Aufnahme nicht mit einem überbelichteten Foto verwechselt werden darf! Es sollte durchaus eine Zeichnung in den hellen Bereichen vorhanden sein. Genutzt wird i.d.R. eine offene Blende (kleine Blendenzahl).

Vorteile bei High-Key sind:

  • Markante Linien (Augen, Augenbrauen, Mund werden betont)
  • Hautunreinheiten werden unsichtbar durch weiße Flächen
  • vermittelte Stimmung durch den weißen Farbenschwerpunkt: Reinheit, Sauberkeit, hell = Wohlbefinden, Sicherheit

Paradoxerweise wird durch die helle Wirkung des Fotos auch Sicherheit vermittelt, da man gefühlt alles sieht. In Wirklichkeit werden Details überstrahlt, wie z. B. Hautunreinheiten. High-Key-Aufnahmen strahlen Sicherheit, Wohlbefinden und Reinheit aus.

Das Histogramm hat seinen typischen Schwerpunkt auf der rechten Seite bei den Lichtern.

Das Gegenteil ist die Low-Key-Fotografie.

Histogramm

Histogramm

Das Histogramm zeigt die Häufigkeitsverteilung von Dunkel bis Hell. Diese Bereiche im Histogramm haben folgende Bezeichnungen:

  • Der dunkle Bereich nennt sich „Tiefen“.
  • Der helle Bereich nennt sich „Lichter“.
  • Der mittlere Bereich nennt sich „Mitteltöne“.
Histogramm beim Fotografieren: Problemfälle sofort erkennen!
Histogramm beim Fotografieren: Problemfälle sofort erkennen!

Nutzen des Histogramms in der Fotografie

Der primäre Nutzen des Histogramms liegt darin, die Problemzonen (also links und rechts) überprüfen zu können. Wird ein „Berg“ am rechten oder linken Rand abgeschnitten, kann ein Problem bei der Belichtung vorliegen.

Histogramm mit am linken Rand angeschnittenem „Berg“: Die dunklen Bereiche werden nicht komplett abgebildet, und eine Zeichnung kann in dunklen Bereichen fehlen. Man hat nur noch Schwarz anstelle einer Zeichnung. Man spricht davon, dass hier Bereiche „abgesoffen“ sind.

Histogramm mit am rechten Rand angeschnittenem „Berg“: Die hellen Bereiche werden nicht komplett abgebildet, und eine Zeichnung kann in den hellen Bereichen fehlen. Man hat nur noch Weiß, wo eine Zeichnung sein sollte. Man spricht davon, dass ein Bereich „ausgebrannt“ ist.

Mehr Informationen unter Histogramm richtig lesen

hot-pixel

Hot Pixel

„Heißes“ Pixel: ein Pixelfehler auf dem Bildsensor (auf dem Sucherbild oder Monitor ist es für den Fotografen nicht wirklich relevant, wenn auch ärgerlich), bei dem das Pixel immer weiß ist. Im Gegensatz dazu gibt es noch Dead Pixel (immer schwarz). Es können auch farbige Pixel als Fehler entstehen.

Siehe auch Dead Pixel

Hyperfokale Distanz

Hyperfokale Distanz

Die hyperfokale Distanz beschreibt den Schärfebereich ab einem bestimmten Punkt bis unendlich. Dies ist für die Landschaftsfotografie sehr interessant.