Fotoshooting Pferd
Tierwohl und Sicherheit geht IMMER vor! So schön ein Shooting mit Tieren und großen Tieren auch ist, bitte immer beachten: die Sicherheit von allen beteiligten und das Tierwohl haben IMMER Vorrang.
Daher bitte folgende Punkte beachten – und diese kommen hier bewusst am Anfang um deren Wichtigkeit zu unterstreichen.
Tierwohl und Sicherheit
- Sichere und vertraute Umgebung: Bei der Wahl der Umgebung sollte auf eine ruhige Location ohne Gefahrenquellen (Begrenzungen, Stacheldraht, tiefe Löcher). Eine vertraute Umgebung ist wichtig, dass das Pferd sich wohlfühlt.
- Vertrautheit: Zwischen Pferd und Reiter*in sollte im Idealfall eine enge Beziehung und Bindung vorliegen. Ich persönlich übernehme keine Fotoaufträge, wenn dieser Punkt nicht gegeben ist!
- Helfer: Je nach Pferd ist ein weiterer Helfer notwendig, der das Pferd gut kennt.
- Verzicht auf Blitz: viele Pferde erschrecken bei grellem Blitzlicht. Das liegt natürlich auch daran, dass Pferde Blitze i.d.R. mit Donner und Regenwetter kennen. Wenn unbedingt notwendig, muss das im Vorfeld probiert werden.
Vorbereitung Pferd
- Pflege des Pferdes vor dem Shooting: das Pferd sollte sauber sein – dazu Fell, Mähne und Schweif gründlich bürsten. Hier sieht man auch die Vertrautheit zwischen Pferd und Reiterin.
Wenn Sie als Fotograf zur Fellpflege eingeladen werden, machen. Es ist ein besonderes Gefühl, das erste Mal im Leben ein Pferd zu striegeln und bürsten. - Augen und Nüstern können mit Babyfeuchttücher gereinigt werden, sofern das für das Pferd in Ordnung ist bzw. dieses das gewohnt ist.
- Nase (rund um die Nüstern) und das Mail kann mit Babyöl leicht eingeschmiert werden. Das gibt einen tollen Schimmer. Dabei wieder darauf achten, ob es für das Pferd in Ordnung ist und bei dem Babyöl auf Qualität achten. Da gibt es durchaus Produkte auf Erdölbasis.
- Hufe: auskratzen und sauber bürsten
- Ganzkörperdusche: sofern vorhanden und das Pferd es gewohnt ist eine gute Möglichkeit zur Abkühlung. Allerdings sollte die Zeit für das Shooting so gewählt werden, dass es für das Pferd angenehm ist.
- Halfter: einfarbig ist besser als zu viel Farbe
- Sattel (Leder) sollte, wenn verwendet, geputzt, frisch gefettet und gepflegt sein. Auch die Unterdecke, falls verwendet, sollte etwas her machen.
Fotografische Vorbereitung, technische Einstellung
- Brennweite: ähnlich wie bei einem Porträt möchte man keine Verzerrungen (große Pferdenase) haben. Daher Brennweiten über 80 mm. Und für den sicheren Abstand kann ruhig ein Objektiv bis 200 mm mit im Gepäck sein.
- Um vom Hintergrund freistellen zu können, sind lichtstarke Objektive empfehlenswert. Hier ist natürlich f 1,4 oder f 2 schön, sofern vorhanden. Aber auch mit f 2,8 kommen tolle freigestellte Fotos zustande.
- Kurze Verschlusszeiten: da sehr oft Bewegung vom Pferd bei den Fotos dabei ist, sollte zur Vermeidung von Bewegungsunschärfe die Verschlusszeit sehr kurz sein (probieren Sie 1/500s oder kürzer). Im Zweifelsfall kann man mit höheren ISO-Zahlen arbeiten.
- Der Hintergrund sollte ruhig sein bzw. relativ einheitlich und homogen. Er sollte nicht vom Hauptmotiv (Pferd und Reiter) ablenken. Auch wenn dieser in Unschärfe verschwindet ist ein ruhiger Hintergrund empfehlenswert.
- Lichtstimmung: besonders bei schlechtem Wetter bekommen wir durch die Wolken ein weiches Licht und Farben kommen viel stärker zur Wirkung. Daher entsprechend kleiden.
Das als kleine Checkliste für das kommende Shooting mit Pferd.