Stativ für Foto und Kamera

Die Nutzung eines Statives beim Fotografieren bietet mehr als nur einen Vorteil. Erst über ein Stativ sind manche Aufnahmen wie beispielsweise Langzeitbelichtungen möglich.

Vorteile eines Statives:

  • Langzeitbelichtung
  • Verwacklung bei Fotos ausschließen
  • Präzise Wahl des Bildausschnitts

Die Auswahl eines Statives ist nicht ganz so einfach, wie man denkt. Je nach Einsatzgebiet sollte das Stativ dieses bestmöglich unterstützen. Kriterien für die Auswahl des passenden Statives können sein:

  • Gewicht (wer will sein Wandergepäck um 10 kg erhöhen? Besonders bei langen Touren)
  • Stabilität um Verwackeln von Fotos zu vermeiden (und genau hier hilft das Gewicht eines Statives)
  • Die Anzahl der Beine (üblich sind Dreibeinstative)
  • Packgröße des Statives (wobei wir je nach geplanten Foto auch eine entsprechende Arbeitshöhe des Statives benötigen)

WICHTIG ist:
Ein Stativ sollte stabil stehen und die Teleskopbeine sollten nicht nachgeben. Bei vielen billigen Stativen halten die Verschlüsse der Füße nicht. Schon leichter Druck von oben und die Beine verkürzen sich. Das kann fatal sein, da dadurch ein Sturz der Kamera möglich ist. Hier ist also am falschen Ende gespart und eine kaputte Kamera ist das letzte was man möchte. Daher Stabilität vor dem Kauf prüfen und sich die Klemm- bzw. Schraubmechanismen genau ansehen und testen!

Materialen für Stative und deren Vor- und Nachteile

Gewicht und Stabilität werden durch das Material des Statives vorgegeben. Hier die Vor- und Nachteile der üblichen Materialen:

Aluminium:
Unempfindlich, leicht

Carbon:
Sehr leicht und stabil, kann aber durch Stöße splittern und brechen

Holz
Schwer und sehr stabil, gut zur Schwingungsdämpfung.

Schwingungsdämpfung

Ein Stativ kann auch Schwingungen dämpfen. Die Kamera kann durch Nutzung und Umweltbedingungen schwingen (gerne lässt man den Halsgurt an der Kamera, der dann lustig im Wind flattert und das Stativ unter Umständen zu schwingen bringt). Die Schwingungsdämpfung ist einerseits durch das Gewicht des Statives gegeben und durch das Material.

Hier sind die alten Holzstative sehr gut, da diese ideal zur Schwindungsdämpfung geeignet sind. Allerdings merkt man das auch am Gewicht und der Packgröße.

Profitipp 1: Aufhängung an der Mittelstange!

Einige Stative bieten eine Aufhängung unten an der Mittelstange. An diese kann man seine Fototasche hängen. Das erhöht das Gewicht des Statives und somit die Standfestigkeit! Also nutzen. Und als kleiner Vorteil – die Fototasche liegt nicht im Dreck.

Profitipp 2: Bildstabilisator ausschalten!

Bei Nutzung eines Statives sollte auf jeden Fall der Bildstabilisator ausgeschalten werden. Einerseits brauchen wir diesen nicht mehr – das Stativ bietet einen stabilen Stand und sollte somit das Verwackeln von Fotos vermeiden (dafür ist ja der Bildstabilisator beim Fotografieren aus der Hand gedacht).

Aber viel wichtiger zu wissen ist: der Bildstabilisator kann durch seine Arbeit das Aufschwingen des Systems bewirken (besonders wenn das Stativ nicht besonders gut für Schwingungsdämpfung ausgelegt ist). Also Bildstabilisator bei Nutzung eines Statives ausschalten!

Einbein-Stativ

Es gibt auch noch Einbein-Stative – diese ist natürlich deutlich platzsparender und kann je nach Aufbau als Wanderstock genutzt werden.

Mini-Stative

Sehr klein und für manchen Einsatz gut geeignet – nur hat man keine große Arbeitshöhe

Stativkopf

Zum Stativkopf selber kann man ein eigenes Kapitel schreiben (was folgt). Je nach Aufnahmebereich ist ein Kugelkopf, Dreiwegeneiger oder Getriebeneiger vorteilhaft. Für Panoramaaufnahmen gibt es spezielle Panoramaköpfe. Die verwendeten Wechselplatten unterscheiden sich je nach System und Hersteller.