antiker Fotoapparat „Welta Compur“ mit fest eingebautem Objektiv

antiker Fotoapparat „Welta Compur“ mit fest eingebautem Objektiv
Kamera: Canon EOS 5D Mark II Blende: f/10 Brennweite: 70 mm Belichtung: 1/160 Sek. ISO: 100

passende Digitalkamera

Verschiedene Kameraarten

Getreu dem Motto, nicht die Kamera, sondern der Fotograf macht das Bild, hört man oft, dass nicht die Kamera ausschlaggebend für ein gelungenes Bild ist. Meiner Meinung nach hilft aber eine gute Kamera, bessere Fotos zu machen, und bietet größere kreative Spielräume.

Schauen wir uns die verschiedenen Kameraarten an:


Kompaktkamera

Kleiner und bauartbedingt auch leichter. Das Objektiv ist nicht auswechselbar. Bei sehr einfachen Kompaktkameras ist die Dauer, bis die Kompaktkamera einsatzbereit ist, merklich. Auch die Verzögerung zwischen Auslösen und wann das Foto gemacht wird, ist deutlich spürbar. Schnappschüsse werden zur Glücksache.

Bei einigen Modellen von Kompaktkameras gibt es keine Möglichkeiten mehr, Blende oder Belichtungszeit einzustellen. Dem technisch komplett Uninteressierten hilft eine Vollautomatik Fotos zu machen. Es gibt verschiedene Motivprogramme, die allgemeines fotografisches Wissen in Programme packen, die vom Nutzer auswählbar sind, ohne dass diesem bekannt sein muss, was eigentlich passiert. So wird z. B. beim Sportprogramm kameraintern auf eine sehr kurze Belichtungszeit gestellt, dagegen beim Portraitprogramm auf einen großen Blendenwert. Was sich hinter den Begriffen Belichtungszeit und Blendenwert verbirgt, wird in den folgenden dazugehörigen Kapiteln erläutert.

Bei den Kompaktkameras liegt der Schwerpunkt oft auf der einfachen Handhabung und den niedrigen Preisen anstatt auf der Bildqualität.

Wobei es hier auch schon technisch anspruchsvolle Geräte gibt, die automatisch die GPS-Position festhalten und Panoramabilder über 180° bzw. auch 360° anbieten.

Vorteil Kompaktkamera:

Nachteile Kompaktkamera:


Bridgekamera

Die Bridgekamera versucht sich zwischen Kompaktkamera und Spiegelreflexkamera zu positionieren. Das Objektiv ist in der Regel qualitativ hochwertiger und lichtstärker als bei Kompaktkameras – allerdings ist daher die Bauform der Kamera auch größer.

Die Objektive sind Zoomobjektive mit einem sehr großen Brennweitenbereich – teilweise über 800 mm Brennweite.

Vorteil Bridgekamera:

Nachteile Kompaktkamera:


Spiegelreflexkamera

Die Königsklasse, allerdings hat Qualität ihren Preis und Einschränkungen im Komfort, da Spiegelreflexkameras mit Objektiv deutlich schwerer sind. So kann eine Spiegelreflexkamera mit hochwertigem Objektiv auch 3–5 kg wiegen (das spart das Sportstudio).

Durch das Wechselobjektiv ist der Fotograf in seinem kreativen Part nicht eingeschränkt, da es für jeden Anwendungsfall ein nahezu ideales Objektiv gibt.

Vorteil Spiegelreflexkamera:

Nachteile Spiegelreflexkamera:


Kriterien für Bildqualität bei Digitalkameras

Hier eine kurze Aufführung von Stichpunkten, welche die Bildqualität von Digitalkameras beeinflussen:

Kriterien für die Optik – sprich Objektiv


Ausstattungsmerkmale bei Digitalkameras

Bildstabilisator

sehr praktisch, besonders wenn man viel mit Zoom arbeitet.

hohe Lichtempfindlichkeit

empfehlenswert, besonders bei Aufnahmen unter schlechten Lichtbedingungen, bei denen kein Blitz eingesetzt werden kann.

Schwenkdisplay

Kann praktisch sein, je nachdem aus welcher Perspektive man fotografiert. Werden viele Fotos aus Bodennähe oder über Kopf gemacht, ist das ein deutlicher Komfort.

Blitzanschluss

Der interne Blitz ist oft sehr schwach – daher ist ein Blitzanschluss praktisch, um leistungsstarke externe Blitze anzuschließen. Ein zunehmender Trend ist eine integrierte Funksteuerung der externen Blitze über die Kamera.

Stativgewinde

Ideal, wenn das Stativgewinde auf der optischen Achse sitzt. Das ist für Panoramaaufnahmen sehr wichtig.

GPS

Automatisches Protokollieren der GPS-Position, die beim jede aufgenommen Bild hinterlegt wird. Somit ist es später einfacher zu bestimmen, wo welches Bild aufgenommen wurde. Das ist für Reisefotografen sehr interessant. Es gibt interne Kameralösungen (leider nicht für alle Kameras) wie auch externe GPS-Logger.

Teilweise ist auch schon zusätzlich zum GPS ein Kompass integriert – dadurch wird auch die Himmelsrichtung der Aufnahme festgehalten. Für Bausachverständige wichtig.

Programme Tv, Av und M

Hier kann vom Fotograf selber eingestellt werden, mit welchen Werten er arbeitet. Für ambitionierte Fotografen unersetzlich.

Weißabgleich

Ein Weißabgleich sollte durchführbar sein, damit die Farben auch stimmen.

Spotmessung

Die Größe des Spots variiert von Kamera zu Kamera – eine Spotmessung sollte aber vorhanden sein, um bei schwierigen Lichtsituationen das wichtigste Bildelement ausmessen zu können.

Livebild

Kontrolle des Ausschnitts – ist i. d. R. größer als der Sucher, benötigt aber Strom.

Bildlupe

Zum Vergrößern der Aufnahme und bei Livebild zur Kontrolle der Schärfe.

Autor: Axel Pratzner


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